Trauer-Rucksack Bild Anime-Stil: Wanderin mit Rucksack hält Luftballons

Der Trauer-Rucksack
eine Bildergeschichte

Trauer ist wie ein viel zu schwerer Rucksack.

Und den müssen Trauernde plötzlich tragen.

Dieses Bild verwende ich Begleitungen. Und dann erzähle ich darüber, was es mit dem Rucksack auf sich hat. Manchen Menschen hilft das. Deswegen schreibe ich die Trauer-Bildergeschichte hier auf.

Wenn diese Geschichte über Trauer Dir oder Ihnen gefällt, erzählen Sie sie weiter. Und verweisen Sie darauf, dass sie nicht von Ihnen stammt.

 

Mit Trauer umgehen lernen

Viele Trauernde lernen über die Zeit, mit der Trauer umzugehen.

Ich verwende in Trauerbegleitungen manchmal das Bild von einem Rucksack.

Genauer: von einem langen Marsch mit einem viel zu schweren Rucksack, den wir noch dazu vollkommen ohne Nachfrage aufgeladen bekommen.

 

Beim Tod eines nahen Menschen wird uns ein Rucksack zugemutet, den wir plötzlich zu tragen haben. Ganz ungefragt und auch oft viel zu schwer… manchmal so schwer, dass wir erst mal in die Knie gehen.

Je näher der oder die Verstorbene, desto schwerer ist oft der Rucksack.

Und dann stehen wir da, mit unserem Gepäck und müssen irgendwie weiter kommen, so das Gefühl.

KI-generiertes Aquarell Wanderin mit zu schwerem Gepäck
KI-erzeugt mit Canva, Magic Design
KI-generiertes Aquarell Rucksack schlecht gepackt
KI-erzeugt mit Canva, Magic Design

Und dieser blöde Rucksack ist überhaupt nicht gut gepackt.

Er ist ungleich beladen, hat viel zu viel schweres Zeug oben und zur einen Seite, und das bringt uns aus dem Gleichgewicht.

Scharfe Ecken stoßen heraus und bohren sich bei jedem Schritt in den Rücken. Und die Seitentaschen sind so vollgestopft, dass wir die Arme kaum bewegen können.

Und aus Gründen, die es nicht gibt, müssen mache Menschen diesen vermaledeiten Rucksack nun tragen. Er ist immer dabei. Und so seltsam sich das anhört und so unwahrscheinlich das ist: Irgendwie geht es weiter, zwar nicht freiwillig… oder willig. Eher schleppend, schlurfend.

Und mit der Zeit finden wir Dinge, die helfen, den Trauer-Rucksack zu tragen.

KI-generiertes Aquarell Wanderin auf Bergpfad
KI-erzeugt mit Canva, Magic Design
KI-generiertes Aquarell Rucksack wies neu gepackt
KI-erzeugt mit Canva, Magic Design

♦ Wir packen ihn um ♦

– durch Gespräche, Begleitung, Nachdenken mit Freunden, Menschen in der Familie oder sogar Fremden. Das hilft uns, das Geschehene in unsere Lebensgeschichte einzuordnen. Viele Trauernde finden irgendwann wieder Sinn – wenn nicht im Tod, dann am Leben.  

♦ Wir treffen Menschen, die mittragen ♦

Manche nur ein bisschen, manche nur für eine Strecke vom Weg. Manche stützen das Ungleichgewicht ab. Manche reichen uns einen Arm zum Abstützen. Manche eine Hand und ziehen uns ein Stück mit. Oft sind das Freunde und Verwandte, und oft auch Fremde, die wir zum Beispiel in einer Trauergruppe treffen.  
KI-generiertes Aquarell Wanderer helfen einander
KI-erzeugt mit Canva, Magic Design
KI-generiertes Aquarell Wanderin auf Berg mit Stöcken

♦ Wir halten durch und werden stärker ♦

Wir bauen sozusagen Muskeln und Stamina auf. Ja, das ist etwas, das viele Trauernde nach einer Weile sagen, und das sie an sich bemerken, dass sie Stärke an sich entdeckt haben, von der sie vorher nichts wussten. Oder sie haben sie entwickelt, und wussten nicht, dass sie dazu fähig sind. Vielleicht finden wir auch eine Technik, so wie wir lernen Stöcke beim Wandern einzusetzen. Egal, was es ist: Statt sich gebeugt weiterzuschleppen, kann sich der Blick wieder heben, und der Rest der Welt gerät wieder ins Blickfeld.  

♦ Und wir finden Luftballons zum Dranbinden ♦

Viele Trauernde können vorher Selbstverständliches wertschätzen, treffen bewusstere Entscheidungen für Ihr Leben, und sie sehen die kleinen Dinge, die uns jeden Tag erträglicher machen, die uns wieder Freude machen, zum Lachen bringen.
KI-erzeugtes Bild Aquarell-Stil: Wanderin mit Rucksack hält Luftballons

Der Rucksack ist noch da und er ist noch schwer. Trauernde tragen ihn besser. Und nicht allein.

Das hat übrigens nichts mit Gewöhnung zu tun, sondern mit Trauer als Anpassungsprozess, der viel Mut und Kraft erfordern kann.

Hinweise:

  • Copyright Geschichte und Bilder: Petra Meyer, Inhaberin dieser Website.
  • Sie dürfen die Geschichte vorlesen, aber nicht selbst veröffentlichen oder als ihre ausgeben.
  • Die Bilder sind KI-generiert mit Magic Design von Canva, basierend auf Midjourney.
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